Wie mein Wunsch - Hund zu mir kam

Im Verstand entstehen Illusionen. Aus Illusionen kann auch ein Wunsch entstehen, der Realität werden kann. Ob er uns aber Glück, Frieden und Erfüllung bringt, ist fraglich.

 

Hier ist die Geschichte, wie ich zu meinem Hund kam, der mir heute ein wahrer Segen und ein Seelenpartner ist.

 

Als Jugendliche hatten wir in unserer Familie eine Setter-Collie-Hündin. „Unsere Susi“ wird sie auch heute noch in unseren Erinnerungen genannt.  Jahrzehntelang war ein eigener Hund kein Thema, bis ein Hund mehrere Monate bei mir zu Gast war. Das tat mir gut und als er wieder in sein Zuhause zurück konnte, bemühte ich mich darum, einen Hund betreuen zu können. Den Labrador „Duke“ durfte ich zwei Jahre bei mir haben. Er lehrte mich, konsequenter zu werden und auch kontaktfreudiger. Mit Duke konnte ich alles machen, nur nicht unauffällig bleiben. Wer labrador-erfahren ist, weiß, wovon ich spreche J. Obwohl Duke jeden Tag bei mir war und oft auch an den Wochenenden, fehlte mir etwas, ein Wesen, dass Eigenschaften mit bringt, die wirklich zu mir passen und dass sich ganz nach meinen Vorstellungen entwickeln konnte. Monatelang stöberte ich bei Ebay-Kleinanzeigen, las Geschichten von geretteten Tieren aus der Tierhilfe und schaute mir Profile von Hunden an, die in Tierheimen auf ein neues Zuhause warteten. Auch abonnierte ich einige Staffeln der ersten Martin-Rütter-Sendungen und schaut mir immer wieder an, was alles schief laufen kann, um abzuwägen, mit was ich leben kann und möchte und was ich auf keinen Fall haben möchte. Ich lernte etwas über die Charaktereigenschaften verschiedener Rassen und über Erziehungsmethoden. Immer wieder musste ich aber an unsere Collie-Setter-Hündin denken, die so einfach und unkompliziert war und schnell lernte, was wir von ihr wollten. Ein Hund mit ausgeprägtem Jagdinstinkt kam für mich nicht in Frage, so blieb also das Wesen des Collies, eben eines Hütehundes für mich als idealer Begleiter. Da ich mit dem Labrador einiges an Rüdenerfahrungen bekommen hatte, sollte es also auch ein Rüde sein.

So googelte ich abends, wenn ich nichts mehr zu tun hatte, nach Collies. Aha, es gab auch innerhalb dieser Rasse noch Unterschiede. Zuletzt war es der Amerikanische Collie, der mein Herz zum Brennen brachte.

Immer, wenn ich Bilder von so einem Hund sah, war ich wie gefesselt. Es gab so eine Variante von einem Braun, dass im Deckhaar mahagonifarben war. Das begeisterte mich am meisten. Klar, spielt der Charakter die weitaus größere Rolle, aber das Auge möchte auch Freude haben. Der Hund sollte unbedingt zu Duke passen, den ich gern weiter betreuen wollte. So fuhr ich zu einer Collie-Züchterin, um ihre Meinung zu hören, ob die beiden Rassen miteinander harmonieren. Ja, es passte – zumindest Duke war ein passender Gesellschafter für einen Collie, allerdings nur für Rüden. Mein Verstand schaltete sich aber immer wieder dazwischen, so dass ich noch monatelang zögerte.

So sagte ich mir, es gibt dann einen Hund in meinem Leben, wenn dieser einfach zu mir kommt. Ich wollte einen Hund „retten“, aber nicht um jeden Preis. Mir war wichtig, mit der Übernahme eines Hundes auch irgendwie etwas Gutes tun. Das Suchen nach einem passenden Hund im Internet wurde schon fast zu einer Sucht oder einem Zwang. Also beruhigte ich meinen Herz, indem ich ihm versprach: Du bekommst deinen Hund, wenn es ein Amerikanischer Collie in der Farbe dark-sable (der Lieblingsfarbe meines Herzen) ist und seine Abzeichen möglichst symmetrisch ist UND wenn er wie von allein zu mir kommt. Das schien mir so dermaßen unmöglich, da so ein Hund eine Rarität ist, sehr begehrt und die nicht so einfach verschenkt wird, dass ich hoffe, mein Verstand gäbe nun auch Ruhe. Dem war auch so. Das zwanghafte Hunde-Such-Verhalten wurde weniger. Nur auf die Seite der Züchterin schaute ich immer wieder mal. Im Frühjahr 2015 hatte sie wieder Welpen und ich meldete mich bei ihr, „nur“ um mal zu schauen, ob Duke ein netter Onkel für ein Welpen wäre. Die Züchterin rief sofort zurück, sagte mir, dass alle Welpen aus dem Wurf vergeben sind und dass sie noch am gleichen Tag einen Welpen abholt, den sie als neuen Zuchtrüden-Anwärter gekauft hat. Für den würde sie ein Zuhause suchen, da sie ihre Hündinnen im Haus und im Freilauf hält und sie sich für ihre Rüden immer nette Menschen aussucht, bei denen sie ein ganz normales Hundeleben führen können.  „Kannst morgen vorbei kommen und ihn dir anschauen. Wenn er dir gefällt, kannst du ihn sofort mitnehmen.“ Ich brauch jetzt nicht erwähnen, dass Nino allen von mir vorher bestimmten Werten entsprach. Er war exakt der Wunsch - Hund, von dem ich geträumt hatte, dazu noch ein vorzügliches Sozialverhalten, von der Fachfrau ausgesucht. Mein Verstand war schon am Grummeln. Damit hatte er nicht gerechnet. Weitere Vorzüge: Wenn ich aus irgendeinem Grund mal keinen Hund mehr halten kann, dann ist er sofort bei der Züchterin zur Weitervermittlung in andere gut ausgesuchte Hände. Das war ein Argument, das meinem Verstand die letzte Abwehr nahm und ich besuchte Nino. Der legte sofort sein kleines Köpfchen in meine Hände und schaute mich an, wie es nur ein Hundewelpe kann, das gerade seinen neuen, noch unwissenden Besitzer vor vollendete Tatsachen stellt. Da ich am Wochenende noch ein Seminar gebucht hatte, fuhr ich doch noch einmal ohne ihn nach Hause. Nun hatte ich noch wenige Tage zuvor gelesen, dass man Geschenke des Universums nicht ablehnen darf. Sonst gibt’s keine mehr. Sachlicher formuliert ist es das Unterbewusstsein, das unbewusst Schwingungen aussendet die das Entsprechende im Außen anziehen. Nun hatte ich wohl zwei Jahre lang Schwingungen ausgesendet, die sehr klar und eindeutig waren. Nun mein Unterbewusstsein zu enttäuschen, würde bedeuten, dass es nie wieder solche Signale, die mit brennendem Herzen und Freude entstehen, auch mit positiven Schwingungen besetzt. Dazu mehr in einem anderen Blog-Text.

Mir war nur eins klar: Aus dieser Nummer kommst du nicht wieder raus!

Bis heute habe ich nur Freude mit Nino und lerne von, mit und durch ihn unbezahlbar viel über mich und die Menschen und das Leben an sich. Er ist ein wahrer Seelenpartner geworden.

Das ist die wahre Geschichte von einer Herzbewegung, die zu einem Traum, zum Wunsch und letztendlich zur Realität wurde.

Tags: Wünsche, Hunde
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