Wahrhaftigkeit contra Geschichten erzählen

Zeitdruck, Eile, Termine, Leistung, Effizienz – das sind nur einige von vielen Merkmalen unserer Gesellschaft. Das Leben wird von außen bestimmt. Vorgaben kommen vom Arbeitgeber, von Schule oder anderen Institutionen, denen wir direkt oder indirekt zugehörig sind. In der sog. Freizeit gehen wir Hobbies in Vereinen nach oder lassen uns von Unterhaltungsprogrammen berieseln.

Wir erleben Geschichten und leben in Geschichten. Wir geben Geschichten weiter, weil wir nicht bei uns selbst zuhause sind. Wir wissen gar nicht, wo unsere Mitte ist, wie sich das anfühlt dort zu sein und mit welchen Worten wir aus unserer Mitte heraus sprechen können. Das haben wir nicht gelernt. Wir haben es verlernt, als wir anfingen uns der Gesellschaft anzupassen, als uns die Liebe entzogen wurde für das was wir wirklich sind. Etwas, dass uns wie Liebe erschien, haben wir dafür bekommen, dass wir zu funktionierenden Wesen wurden. Besser als nichts, oder?

Nein. Ist es nicht. Aus dem Nichts ist es leichter, in seine Mitte zu kommen, bei sich selbst zuhause zu sein und aus der eigenen inneren Wahrheit heraus zu leben. Wir brauchen nicht erst den ganzen Gedankenmüll wegzuschaufeln, bis wir begreifen, was es heißt wahrhaftig zu sein.

Es kann ein langer Weg werden, bei sich selbst anzukommen, doch es lohnt sich, ihn zu gehen. Erst einmal angekommen, wird alles langweilig, was nicht wahrhaftig ist. Es spart eine Menge Zeit und auch Geld, das nicht Wahrhafte aus dem Leben zu streichen und sich mehr mit dem Wahrhaftigen zu beschäftigen. Wahrhaftigkeit braucht nicht viele Worte. Sie ist langsam und fließt in ihrer eigenen Zeit. Sie kennt keinen Zeitdruck und keine Leistung. Sie kennt keine Ziele, weil sie eh nur dort hin fließt, wohin sie der Augenblick  leitet. In jedem einzelnen Augenblick entscheidet sich neu, wohin sich die Wahrhaftigkeit wendet und worauf ihre Aufmerksamkeit gerichtet ist

In der Wahrhaftigkeit sammeln wir Kräfte. Sie macht nicht müde, sondern stark und lebendig. Sie bringt so viele Geschenke mit sich, dass wir all die anderen Beschäftigungen, die Ablenkungen und Geschichten der anderen und auch die eigenen nicht mehr brauchen. Wir werden ruhiger, entspannter und haben  Zeit, bei uns selbst zuhause zu sein und uns selbst zu genießen.

Aus dieser Wahrhaftigkeit heraus werden wir zu echten Seelenpartnern und können dem Seelenpartner im Außen begegnen. Alles andere sind Projektionen unserer eigenen Geschichten auf andere. Die Seelenpartnerschaft braucht keine Geschichten. Sie lebt aus der Wahrhaftigkeit heraus.

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  • Sehr schöne Einstimmung aufs Wesentliche

    Mir geht es auch so, ich hinterfrage was ich tue, bin in dem Moloch "Wirtschaft" gefangen,
    und ein Ausstieg ist nicht einfach. Ich bin nicht glücklich, aber auch feige, grundlegend
    etwas zu ändern.