Unterdrückte Gefühle zeigen sich im außen

Da denkt man an nichts Böses, macht alles richtig und plötzlich prasselt geballte Aggression,  ungebremste Wut, Zorn und Gewalt im Doppelpack auf einen ein. Spontan kommt der Gedanke auf, was mit dem anderen wohl los sein mag – schlechte Kindheit etc. Spontan kann es auch passieren, dass man sich auf diese Ebene einlässt und in gleicher Weise kontert oder sich eingeschüchtert in die Opferrolle geht. Im Idealfall bleibt man sachlich und entfernt sich nach Möglichkeit.

Irgendwann kommt aber vielleicht die Frage auf: Was hat das mit mir zu tun? Warum passiert mir so etwas. Warum begegne ausgerechnet ich ausgerechnet solchen Menschen oder auch Tieren?

Mich hat dieses Thema aus aktuellem Anlass in eigener Sache sehr beschäftigt in den letzten Tagen und Wochen. Ich bin letztendlich darauf gekommen, dass in mir selbst noch ein innerer Scharfschütze im Verborgenen lauert, der spontan und unkontrolliert agiert und zumindest mit verbaler Gewalt Treffer landet, wenn er der Meinung ist, das dies Not tut. Das ist der, der nicht sein darf. Schon gar nicht bei mir als Frau. Und außerdem bin ich doch soooo friedliebend und überhaupt alles umfassend liebend usw. – eben all die Klischees, die ich von mir erwartet habe, damit ich in der Welt ankomme, die in meinen Träumen ein Paradies aus Liebe, Frieden und Harmonie ist. Aber Garten Eden scheint voll unterkellert zu sein. Und im Keller bin ich nicht so gern. Da kommt auch alles rein, was nicht zu meinem erträumten Paradies passt. Viellicht ist mein Scharfschütze ja auch nur eine Vorhut für einen Anteil, der richtig gewalttätig werden kann.

In dem Moment in dem mein innerer  Scharfschütze eigenmächtig handelt, ist mein ICH nicht mehr Herr in meinem eigenen Haus. Dann hat er die Führung übernommen.

Was tun mit diesem Dilemma? Ich habe angefangen, mir diesen Teil in mir selbst anzuschauen, ihm zu danken, dass er mich so lange geschützt hat vor mutmaßlichen Gefahren und ihm erklärt, dass ich ab sofort selbst auf mich aufpasse und ihn zur Hilfe hole, wenn es nötig ist. Sein „Job“ ist jetzt nicht mehr, mich zu schützen, sondern sich entspannt zurückzulehnen, bis ich ihn um Hilfe bitte. Das funktioniert. Jetzt kann ich mit Angriffen besser umgehen, als bisher, bin kontrolliert und klar in der Abwehr. Und wenn ich ihn um Hilfe bitte, handelt er aus der inneren Ruhe heraus überlegt und zielorientiert. Er agiert mit Impulsen aus dem Hier und Jetzt und nicht aus denen der Vergangenheit. Und wenn die Situation vorüber ist, verschwindet er unauffällig. Nun fühle ich mich nicht mehr so schutzbedürftig, weil ich selbst agieren kann, um mich besser als zuvor zu schützen. Ob das jetzt schon alles perfekt und in jeder Situation so schön abläuft, kann ich nicht wissen. Das Leben prüft das sicher immer wieder. Das ist zumindest eine Möglichkeit, schwelende Wut in eine konstruktive und hilfreiche Kraft umzuwandeln.

Hier möchte ich auf Biodanza-Angebote hinweisen. Konstruktive Kraft, die Du noch nicht so recht ins Leben umsetzten kannst, kannst du erst einmal tanzen: Biodanza!

Schau auf meien Biodanza-Seite und unter Terminen nach aktuellen Angeboten. Ich freu mich, Dir dort zu begegnen.

Bitte geben Sie die Zahlenfolge in das nachfolgende Textfeld ein

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.