Gesunde Pferde - Glückliche Reiter, Die Entstehung des Buches, Teil 1

 

Sag JA zur Natur Deines Pferdes

Der Gewinn für Pferd und Reiter

eBook und Taschenbuch

 

„Denk und fühl mal drüber nach…“

Wie hoch kann der Gewinn für Pferde und Reiter sein kann, wenn sich die Menschen mehr über ihre Erfahrungen austauschen würden und sich offener gegenüberstehen könnten, wenn sie sehen könnten, dass „die anderen“ gute Gründe für ihren Umgang mit Pferden haben, wenn sie aufhören würden, zu verurteilen und anfangen würden, mit dem Herzen zu sehen, wenn sie einfach ihren Blickwinkel vorurteilslos bereit wären zu erweitern… Dieser tiefe Wunsch, scheinbare „Welten“ miteinander zu verbinden, hat mich zu diesem Buch inspiriert.

 

Meine Erfahrungen des Reitens beschränken sich auf Pferde, die überwiegend in Boxen gehalten wurden. Es waren Warmblüter, die für Turniere, z.T. auch für den Verkauf, für Jagden oder für das Kutschefahren trainiert wurden. Dabei unterstützte ich die Besitzer durch Dressurreiten, Springen und ausgiebige Geländeritte. Auch Schulpferde habe ich nachgeritten. Ein eigenes Pferd hatte ich nie, so dass ich in meinen ca. 30 aktiven Reiterjahren weit über 100 verschiedene Pferde und etliche Reitställe vom Norden bis zum Süden Deutschlands kennenlernte. Im Idealfall wurden die Pferde am Vormittag auf die Weide gebracht und abends wieder in die Box gestellt und bekamen wenig, bis gar kein Kraftfutter. Sie waren auch im Winter bei tiefem Schnee noch stundenweise auf der Weide, z. T. ohne Decke, was den Pferden auch bei - 20 Grad nichts ausgemacht hat. Sie waren es gewohnt. Das war aber die Ausnahme. In der Regel waren die Pferde 2 bis 4 Stunden im Sommer draußen, im Winter gar nicht. So war es halt. Als Mitreiter hatte ich keinen Einfluss darauf und mir darüber auch keine Gedanken gemacht.

Im Sommer 2016 bot ich Tierkommunikation an und lernte auf diesem Wege Menschen kennen, die ihre Pferde am eigenen Haus im Offenstall hielten. Das war mir bis dahin eher fremd, bzw. ich kannte solche Ställe nur vom Hörensagen. Matsche, viel Eigenleistung durch die Besitzer und träge, müde und untrainierte, meist zu dicke Pferde, die keine ordentliche reiterliche Grundausbildung genossen hatten. Das verband ich mit dem Begriff „Offenstall“ – also nichts, was für mich von Interesse gewesen wäre. Aber eines war schon interessant: Diese Pferdemenschen sprachen anders über ihre Pferde, als die, die ich bisher kennengelernt hatte. Sie beobachteten sie genauer in ihrer Mimik, versuchten diese Beobachtungen immer besser und feiner zu deuten, erkundigten sich in Internetforen unter Gleichgesinnten und waren rege im Austausch mit anderen, um es ihrem Pferd noch besser gehen zu lassen. Sie sahen den Charakter ihrer Pferde mehr im Mittelpunkt und wie es sich mit Weidekumpeln verstand und hatten den Wunsch, ihrem Partner Pferd so nah, wie nur möglich zu sein. Es schien ihnen das Wichtigste zu sein, dass es ihrem Pferd wirklich gut geht. Die Fragen, die sie mir in der Tierkommunikation besonders häufig stellten, waren: Geht es meinem Pferd gut? Was braucht es von mir? Was kann ich verbessern? Wie geht es ihm mit seinem Weidefreunden? Hat es Schmerzen? Ist es zufrieden mit mir? Was wünscht es sich von mir?

Es ging so gut wie gar nicht um den Nutzen, den diese Menschen von ihren Pferden hatten. Es ging auch nur selten um das Reiten. Das war eher Nebensache. Dazu war die Frage: „Mag mein Pferd gern geritten werden? Wie fühlt es sich, wenn ich auf ihm reite?“

Diese für mich doch ganz andere Reiterwelt hat mich überrascht und auch tief berührt. Zugegeben: Ich hatte schon als Kind lernen müssen, mich nicht zu sehr an ein Pferd zu hängen, da klar war, dass ich es meist ohne meinen eigenen Wunsch wieder loslassen musste. Ich wollte nie die Nummer 1 sein, bei einem Pferd. Diese Rolle stand den Besitzern zu und das sollte so bleiben. Klar war ich und ebenso die Besitzer daran interessiert, dass es ihrem Pferd gut ging. Aber es so tief fühlen zu wollen, überhaupt ihrem Pferd eine eigene Meinung rund um seine Haltung und seinen Nutzen zuzugestehen, das wurde zumindest in meinem reiterlichen Umfeld nie ausgiebig diskutiert. Eher ging es um Reitunterricht, um einzelne Dressurübungen, sehr oft darum, ob der Sattel wirklich gut passt und die Trense wirklich die richtige ist für das Pferd. Also es ging mehr um praktische Sachen, die natürlich große Auswirkungen auf das Wohlbefinden der Pferde hat.

In der Tierkommunikation ging es auch darum, ob und wann ein Pferd von dieser Welt gehen muss, wie das Pferd dazu steht und ob es gehen will oder der Zeitpunkt noch nicht da ist. Es ging dabei um die Gefühle, die das Pferd, aber auch der Mensch dazu hat, die in den Gesprächen, die ich mit den Menschen hatte, oft klar ausgesprochen werden konnten.

Sehr selten hatte ich auch Anfragen von Menschen, die die eine Reiterwelt und die andere, also die eher praktische Denkweise und die Gefühlswelten miteinander verbinden konnten. Vom Dressurpferd, das bis zur höchsten Klasse von seiner Besitzerin ausgebildet war, der Züchterin oder Turnier-Kutschfahrerin sind mir verschiedene Menschen mit ihren Pferden begegnet.

All diese Eindrücke erweckten in mir den Wunsch, diese beiden Welten einander noch näher zu bringen.  Dass es einmal zu diesem Buch kommen würde, das hatte ich bis dahin noch nicht gedacht.

Wie der Wunsch größer wurde und wie mir ein Pferd „sagte“, dass ich etwas tun sollte, um die Pferde aus den Boxen zu befreien, schreibe ich im nächsten Blogartikel.

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