Die Kraft der Anziehung - Wie Hunde und Pferde spiegeln

Mein Hund Nino ist ein geselliger Typ und geht stets freudig auf jeden Menschen zu, der uns begegnet. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Mensch sich einladend zu ihm wendet oder eher steif geradeaus geht und ihn nur anschaut. Er wartet allerdings auf mein „ok“, um den Menschen direkt zu begrüßen.

Heute stand ein Mann am Wegesrand, der mit seiner Landkarte beschäftigt war und sich wegdrehte, als er uns kommen sah. Er hat uns vollständig ignoriert. Entsprechend verhielt sich Nino auch so, als ob er dort gar nicht stehen würde. Er war nicht angeleint und ging einfach, scheinbar ganz ohne ihn überhaupt wahrzunehmen, an ihm vorbei.

Einmal kam uns eine ältere Dame entgegen. Es war eine sehr breite Fläche und der Abstand zu ihr war noch sehr groß. Sie schaute uns an und ging regungslos weiter. Plötzlich startete Nino aus 30 Metern Entfernung durch und sprang freudig um sie herum. Die Dame empörte sich und sagte, sie hätte eine Hundephobie und wünsche das nicht. Ich entschuldigte mich. Später machte ich mir Gedanken, was an ihrem Verhalten dazu geführt haben könnte, dass Nino von weitem schon loslief. Das macht er normalerweise nicht.

Ich kann es mir nur so erklären, dass sie uns innerlich sehr viel Aufmerksamkeit geschenkt hat.

 

In der Pferdekonferenz von Antoinette Hitzinger sagte eine der interviewten Pferdefachleute, dass Pferde sich als Fluchttiere tendenziell eher abwenden, Hunde hingegen wenden sich Menschen mit unterdrückten Gefühlen eher zu und wollen besonders freundlich sein, genau wie Katzen. Beide sind Jäger.

 

Der Mann hat demnach wohl ganz aufrichtig seine Landkarte studiert, während die Frau nur scheinbar uninteressiert an uns war.

 

Was kann daraus mit in den Alltag von uns Menschen genommen werden? Sind wir Jäger oder Fluchttiere? Dem Fleischkonsum nach sind wir mal so und mal so, manche Menschen sind dauerhaft Jäger, manche eher Fluchttiere. Manche Menschen fühlen sich angezogen von anderen mit unterdrückten Gefühlen und manche ziehen sich zurück.

 

Und wie ist es mit Situationen? Gibt es das nicht immer wieder, die Frage „Warum passiert mir das nun schon wieder? Immer trifft es mich. Anderen passiert sowas nie oder nur einmal im Leben, mir immer wieder… Das ist die Kraft der Anziehung. Wir strahlen etwas aus, das bestimmte Lebensumstände anzieht.

 

Übertragen auf das Leben heißt das, dass wir Dinge dann anziehen, wenn wir ihnen Aufmerksamkeit schenken. Dabei ist es egal, mit welchen Gefühlen wir ihnen begegnen. Nur ist es so, dass wir Gutes anziehen, wenn wir gute Gedanken und Gefühle haben und andere Situationen, die uns nicht gut gefallen, wenn wir negative Gedanken und Gefühle haben. Wer ständig Angst hat, von einem LKW angefahren zu werden, der zieht eine solche Situation scheinbar magisch an und eines Tages passiert es auch, wie einer Freundin von mir genauso geschehen. Wer sagt, „Bitte lass bloß mein Pferd nicht krank werden“, der bekommt vorr. bald ein krankes Pferd. Wer sich sagt, bloß kein störrisches, widerspenstiges Pferd zu kaufen, bringt oft ein genau solches mit nach Hause. Wer aber mit der Absicht losfährt, ein ruhiges, entspanntes und freundliches Pferd zu kaufen, der bringt auch ein solches mit. Was ist der Unterschied? Die Verneinung. Das Universum oder auch das Unterbewusstsein kennt keine Verneinung. Es versteht: „Krankes Pferd – mit nach Hause bringen“. Und das klappt!

Denke ich, wie im Fall des Mannes mit der Landkarte so gar nicht an Hunde, begrüßt mich auch keiner, selbst wenn er im Abstand von einem Meter neben mir her läuft. Gehe ich mit dem Gedanken spazieren: „Hoffentlich rennt kein Hund auf mich zu.“, was machen die (unangeleinten) Hunde dann?

Eine offene Frage bleibt: Ist die Haltung von Pferden und der Umgang, das Reiten und Bewegen und die Herzverbindung ausschlaggebend für ein gesundes Pferd? Oder gibt es etwas, dass wir ganz unbewusst anziehen durch tief liegende Ängste, die noch nicht ins Bewusstsein gekommen sind?

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