Das Herz öffnen heißt offen sein für Liebe und Schmerz

Ist es nicht schön, immer wieder zu hören und zu lesen von dem wunderbaren Öffnen des Herzens? Wieviel Liebe hineinströmen kann und wie sehr du Liebe verbreiten kannst? Ja das ist einfach herrlich und klingt nach Frieden, Harmonie, Lebensfreude und erfülltem Sein. Was kann es Schöneres geben?

Aber wenn eine Tür auf ist, kann alles hinein und hinaus. Dann bin ich verletzlich und meine Gefühle zeigen sich schneller und deutlicher. Ich lebe insgesamt intensiver.

Wenn mein Herz geöffnet ist, habe ich weniger Schutz vor Verletzungen. Meine wunden Punkte, meine alten und nicht geheilten Erfahrungen werden schneller berührt. Das kann sehr wehtun.

Das passiert so: Ein Mensch, dem ich mich gerade geöffnet habe, sagt etwas. Ich interpretiere es nach alten Mustern und mein Unterbewusstsein stellt sofort die Verbindung zu alten und schmerzenden Erfahrungen her, die noch Heilung benötigen. Und schon sagt mein Verstand, dass der Mensch, der gerade eben etwas gesagt hat, genauso schlecht ist, wie der von damals, der mir Schaden zugefügt hat. Wenn ich nun spontan diesem Menschen Schuld zuweise, dafür dass es mir jetzt schlecht geht, ist der Kreislauf geschlossen. Dann ist der andere auch erschrocken und fühlt sich angegriffen und die Verbindung ist unterbrochen. Eine Verbindung, die vielleicht eine schöne Zukunft versprochen hätte, scheitert daran, dass wir nicht erkennen, wann wir mit alten Schmerzen in Kontakt kommen. Und dabei ist genau das eine Gelegenheit, die Verletzung zu heilen.

Wir können alten Schmerz nur dann auflösen, wenn wir uns darauf einlassen und den Mut haben, dass jemand ihn berühren darf. Nur so kann das Vergangene abgeschlossen werden und wir können Stück für Stück freier werden von diesem alten und blockierenden Schmerz.

Also ist was dran an der Aufforderung, die Herzen zu öffnen, auch und vor allem dann, wenn es weh tut.

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